Das Format

Warum Scrollytelling?

Scrollytelling erzählt eine Geschichte in dem Tempo, in dem jemand scrollt. Text, Bild, Video und Daten erscheinen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Redaktionen wie die New York Times, die NZZ und die Financial Times arbeiten seit Jahren so. Hier steht, was ihre Leute darüber sagen.

Die Stimmen

Sieben Stimmen, ein Argument.

Die Zitate stammen aus Interviews, Fachartikeln und Forschung. Sie handeln vom Format, nicht von Scrolly. Wir haben sie im englischen Original gelassen und ordnen sie ein.

  1. Eine Geste, die jeder kann

    Interaktive Grafiken verlangten lange, dass Leser selbst suchen, filtern und klicken. Die meisten wollen aber nur verstehen und weiter. Scrollen können alle, ohne Anleitung.

    „Scrollytelling is a way to do that. It requires one interaction that we’re all really good at — scrolling.“
    Stuart A. ThompsonThe New York TimesInterview in Nightingale
  2. Das Handy hat es entschieden

    Auf einem kleinen Bildschirm ist Tippen auf Regler und Menüs mühsam. Scrollen funktioniert dort am besten. Deshalb hat das Format in Redaktionen die klassische interaktive Grafik abgelöst.

    „Fueled by a high number of mobile readers, scrollytelling is quickly replacing interactive graphics as a preferred method for telling complex data stories.“
    Jonas OeschNeue Zürcher ZeitungNZZ Open, 2020
  3. Es führt durch die Geschichte

    Wer komplizierte Daten erklärt, braucht eine Reihenfolge. Scrollytelling gibt sie vor, Schritt für Schritt.

    „Something nice about scrollytelling […] is that it just walks you so linearly through a narrative.“
    Mira RojanasakulThe New York TimesInterview bei Storybench
  4. Es hat eine Branche verändert

    Shirley Wu gehört zu den bekanntesten Stimmen der Datenvisualisierung. Rückblickend stellt sie die Frage, ob es seither eine Neuerung gab, die ähnlich viel verschoben hat.

    „Has there been anything else since then that has been as industry shifting as scrollytelling?“
    Shirley WuDatenvisualisiererinGespräch im PolicyViz-Podcast, 2025
  5. Ein Werkzeug, kein Standard

    Scrollytelling ist kein Format für jede Meldung. Seine Stärke zeigt es dort, wo etwas zerlegt und Schritt für Schritt erklärt werden soll.

    „Scrollytelling can be a powerful tool for dissecting information but it shouldn’t be the default for visuals.“
    Jeremy C.F. LinBloombergSociety for News Design, Jury der SND44
  6. Text, Bild, Video und Karte in einem Fluss

    Bei der Financial Times ist Scrollytelling ein eigenes Erzählformat. Laut dem Bericht über den Vortrag von Sam Joiner gehören diese Geschichten zu den am stärksten genutzten.

    „‘Scrollytelling’ […] is a way to dynamically tell multimedia stories that unfold as you scroll through images, video, maps, infographics, and text.“
    FT StrategiesBericht über einen Vortrag von Sam Joiner, Financial TimesFT Strategies
  7. Längst fester Bestandteil

    Auch die Forschung behandelt Scrollytelling nicht mehr als Experiment. Die Studie von drei NZZ-Journalisten beschreibt die Techniken des Formats und ordnet sie.

    „In recent years, scrollytelling […] has become an integral part of online visual storytelling.“
    Jonas Oesch, Adina Renner, Manuel RothInformation Design JournalScrolling into the Newsroom, 2022

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Kostenlos starten, ohne Kreditkarte. Der erste Scrolly steht in fünf Minuten.

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